Author: Maria
Published: 2025-04-17 10:14:27 | Updated:
Heutzutage bieten die meisten Mobilfunkanbieter ihre Tarife entweder über eine physische SIM-Karte oder in digitaler Form – als sogenannte eSIM – an. Wie funktionieren diese beiden Technologien? Worin unterscheiden sie sich? Und welche ist im Alltag oder auf Reisen praktischer? Unsere Experten beantworten alle Ihre Fragen.
Bevor wir die Unterschiede zwischen eSIM und physischer SIM-Karte betrachten, lohnt sich ein Blick auf die grundlegende Funktion dieses wichtigen Mobilfunkbestandteils.
Eine SIM-Karte ist eine Chipkarte, die im Mobilfunkbereich verwendet wird, um Nutzerdaten zu speichern. Sie enthält einen Mikrocontroller und einen Speicherbereich, in dem alle Verbindungsinformationen eines Mobilfunknutzers gespeichert sind, darunter Netzwerkeinstellungen und sogar Kontaktdaten. Sie wird in einen speziellen Slot im Telefon eingelegt und kann leicht von einem Gerät ins andere übertragen werden.
SIM steht für Subscriber Identity Module (Teilnehmer-Identitätsmodul). Die SIM-Karte ermöglicht es dem Netz, die Identität eines Nutzers anhand einer eindeutigen Kennung – der IMSI (International Mobile Subscriber Identity) – zu prüfen. Kurz gesagt: Die SIM-Karte ist das Bauteil, das es dem Nutzer ermöglicht, sich mit dem Mobilfunknetz zu verbinden und zu kommunizieren.
Im Laufe der Zeit wurde die SIM-Karte an die neuen Anforderungen des Marktes angepasst und ist heute in verschiedenen Formaten erhältlich:
● Standard-SIM: Das ursprüngliche Format aus dem Jahr 1991 (2,5 x 1,5 cm). Wurde schnell durch kompaktere Versionen ersetzt.
● Mini-SIM: Wurde von Mitte der 1990er bis Mitte der 2010er Jahre verwendet.
● Micro-SIM: Ab 2003, 1,5 x 1,2 cm – der Standard zur Zeit der ersten Smartphones.
● Nano-SIM: Das aktuell kleinste physische Format (1,2 x 0,8 cm) und heute am weitesten verbreitet.
2016 wurde die eSIM eingeführt – eine digitale SIM-Karte, die direkt in die Hardware moderner Smartphones integriert ist. eSIM steht für embedded SIM, also „eingebaute SIM“. Sie ist universell einsetzbar und kann mit den Verbindungsdaten jedes beliebigen Nutzers und Anbieters konfiguriert werden, um Zugang zu Mobilfunknetzen zu ermöglichen.
Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei der physischen SIM – mit dem Unterschied, dass die Verbindungsdaten nicht auf einem physischen Chip gespeichert sind, sondern direkt heruntergeladen und im Gerät gespeichert werden. Diese Informationen nennt man eSIM-Profil. Bei einem Gerätewechsel muss das Profil neu heruntergeladen werden. Es ist auch möglich, mehrere eSIM-Profile (bis zu 5) auf demselben Gerät zu speichern.
Die meisten Smartphones ab dem Jahr 2020 sind eSIM-kompatibel. Auch Tablets, Laptops, Smartwatches und sogar manche Autos (für WLAN an Bord) unterstützen diese Technologie.
In der Regel verfügen eSIM-kompatible Geräte zusätzlich über einen Slot für eine physische SIM-Karte – für maximale Flexibilität.
Ja – ähnlich wie bei Dual-SIM-Geräten kann man eine physische SIM und eine eSIM gleichzeitig verwenden. So ist es z. B. möglich, eine Nummer für Sprache/SMS und eine andere für mobile Daten zu nutzen – ideal für Reisen.
Früher war die physische SIM die einzige Möglichkeit, einen Tarif zu nutzen. Doch durch die Einführung der eSIM und ihre breite Unterstützung auf modernen Geräten bieten die meisten Anbieter heute beide Varianten an – damit die Kunden frei wählen können. Umso wichtiger ist es, Vor- und Nachteile beider Lösungen zu kennen.
Beide Optionen haben Stärken und Schwächen, die sich im Alltag bemerkbar machen können.
Die physische SIM ist nach wie vor am weitesten verbreitet und hat den Vorteil, mit allen Geräten kompatibel zu sein – auch mit älteren Handys.
Zudem kann sie leicht zwischen Geräten getauscht werden. Dank Multi-SIM-Formaten (Mini, Micro, Nano) ist der Wechsel einfach. Ideal bei Gerätewechsel oder -defekt.
Nachteilig sind der Umweltaspekt (Plastik und Metalle werden benötigt) sowie der Versand und damit verbundene CO₂-Ausstoß – ganz zu schweigen von der Wartezeit von mehreren Tagen.
Die eSIM wird nicht produziert oder transportiert, was ihre Umweltbilanz verbessert. Sie kann sofort digital aktiviert werden – der Tarif ist innerhalb weniger Minuten oder sogar Sekunden nutzbar. Das ist der größte Vorteil!
Ideal für Nutzer, die mehrere Nummern oder Tarife auf einem Gerät benötigen – z. B. für berufliche und private Nutzung oder für Reisen. Besonders Grenzgänger und Touristen profitieren. Deshalb bieten viele Anbieter heute internationale Reise-eSIMs an – wie UPeSIM.
Unsicher, welche Option besser zu Ihnen passt? Hier ein paar Entscheidungshilfen.
Auch wenn die eSIM viele Vorteile bietet, ist die physische SIM oft sinnvoller für technisch weniger versierte Personen oder Nutzer ohne Smartphone. Abschalten ist schließlich auch mal gut!
Für Smartphone-Nutzer, die flexibel Tarife wechseln möchten, ist die eSIM ideal. Sie erlaubt sofortige Aktivierung und Tarifwechsel je nach Bedarf.
Auch für Nutzer, die mehrere Datentarife benötigen (z. B. für Ausland oder bestimmte Apps), ist die eSIM perfekt – auch wenn man nur zwei Nummern gleichzeitig aktiv haben kann.
Viele Anbieter setzen auf Reise-eSIMs, weil sie die beste Lösung für Internet im Ausland sind. Statt am Flughafen eine lokale SIM zu kaufen, aktiviert man schon vor der Reise eine internationale eSIM – und ist bei Ankunft direkt verbunden. Ohne Roamingkosten und mit beibehaltener Rufnummer. Ideal mit Apps wie WhatsApp.
Bei UPeSIM profitieren Sie von 7-, 10- oder 30-Tage-Tarifen, ideal für jede Reise. Entdecken Sie unsere Angebote in über 200 Reisezielen!